Willkommen in Neuenknick
Willkommen in Neuenknick

Das Stadtarchiv in der ehem. Grundschule

Das historische Gedächtnis der Stadt Petershagen hat seit Beginn des Jahres 2017 ein Gesicht bekommen: das ehemalige Grundschulgebäude in Neuenknick, Dorpkamp 4, ist seit März 2017 für die Öffentlichkeit zugänglich und gewährt Einblicke in die bewegte Geschichte der Stadt Petershagen und seiner Einwohner.

In jahrelanger, akribischer Arbeit hat der damalige Stadtheimatpfleger Heinrich Rötger zusammen mit einigen Ortsheimatpflegern das über einzelne Standorte innerhalb der Stadt verstreute Archivgut gesichtet und unter vorheriger fachkundiger Einweisung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) aufbereitet. Der Rat der Stadt Petershagen hat diesen Prozess von Beginn an unterstützt und zusammen mit der Stadtverwaltung die tatsächlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen für das neue Archiv geschaffen.

An jedem 1. und 3. Donnerstag im Monat zwischen 14.00 und 17.00 Uhr steht das Archiv für interessierte Besucher offen und die Archivalien können eingesehen werden; eine Leihe nach außerhalb findet jedoch nicht statt. Die Ortsheimatpfleger decken diese Öffnungszeiten ab, üben das Hausrecht aus und begleiten ehrenamtlich die Suche nach geschichtlichen Daten und Fakten. Oftmals ist hierbei die Erforschung des eigenen familiären Hintergrundes – sprich Ahnenforschung – die eigentliche Triebfeder, sich auf diese Suche zu begeben.

Der Schwerpunkt des Bestandes liegt vor allem auf Unterlagen aus den früheren Ämtern Windheim zu Lahde, Petershagen und Schlüsselburg. Die Dokumente reichen zurück bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts und enden etwa zur Zeit der Gebietsreform im Jahr 1973, als die Stadt Petershagen in ihrer heutigen Erscheinungsform und Ausdehnung entstand.

Darüber hinaus sind auch Privatnachlässe dem Stadtarchiv überlassen worden und viele weitere beachtenswerte Schriftstücke und Exponate. Das Stadtarchiv wächst ständig, was dokumentiert, dass Geschichte und geschichtliche Forschung mitnichten trockene und staubige, sondern vielmehr lebendige und dynamische Wissenschaften sind, die die Vergangenheit anschaulich und detailliert darstellen und so die Grundlage bilden, aktuelle Gegebenheiten und Entwicklungen besser zu verstehen.

Allen Besuchern wünschen Rat und Verwaltung viele interessante Einblicke und neue Erkenntnisse beim Streifzug durch die Geschichte der Stadt Petershagen.

Das Gebäude

Das Stadtarchiv in der ehemaligen Schule

Bei dem Gebäude handelt es sich um die ehemalige Volksschule Neuenknick. Das Gebäude wurde 1926 eingeweiht und in Betrieb genommen. Der südliche Anbau wurde 1960 eingeweiht. Am 11.01.2011 beschloss der Rat die Schließung der Schule, in der Ende Juni 2013 der Schulbetrieb aufgrund der fehlenden Schülerzahlen eingestellt wurde.

Das Archiv

Die Archivakten wurden in den Kellerräumen des Rathauses in Lahde, des Alten Amtsgerichtes und der Grundschule Petershagen gelagert. Nach Auszug der letzten Asylbewerber aus der Volksschule Lahde beschloss der Rat im April 2008 die Einrichtung eines Stadtarchives in diesem Gebäude. Zwei Jahre später - 2010 - war dieser Plan wegen zu hoher Kosten vom Tisch. Es wurde weitergesucht. Zunächst wurde die ehemalige Grundschule Ovenstädt vom Archivamt des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe als ungeeignet eingestuft, z.B. waren die Fensterflächen zu groß und kein ausreichender Brandschutz vorhanden. Das Schulgebäude in Neuenknick hingegen bietet mit seinen dicken Wänden, kleinen Fenstern und dem guten Raumklima eine geeignete Unterbringungsmöglichkeit. Nachdem hier die letzten Schüler im Juni 2013 das Schulgebäude verlassen hatten, erfolgte ab August die Umnutzung und Teileinrichtung des Hauses, wobei im Süd-Trakt das Aktenarchiv des Bauamtes eingerichtet wurde. Ab Mai 2015 säuberten dann einige Ortsheimatpfleger die vorhandenen Archivalien, die hauptsächlich im Verwaltungsgebäude Lahde lagerten. Zuvor erhielten sie eine Einweisung von einer Spezialistin vom Landesarchiv Münster. Mit groben und feinen Reinigungsschwämmen, Bürsten und leichten Handschuhen sowie Staubmasken – wegen Schimmelbefalls – ging es an die Reinigung der Akten. Hierbei handelte es sich um den Bestand der ehemaligen Ämter Windheim zu Lahde, Petershagen und Schlüsselburg. Alle Akten wurden in neue Kartons untergebracht.

Ab Juni 2016 wurden die Akten nach Neuenknick gebracht. Hier machten sich die Ortsheimatpfleger unter Leitung des Stadtheimatpflegers Heinrich Rötger an die Einsortierung der Akten. Am 11.09.2016 am „Tag des offenen Denkmals“ wurden sie erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Nachdem in den Wintermonaten fleißig weitergearbeitet worden war, wurde es – wie Bürgermeister Blume es betitelte „Das Gedächtnis der Stadt“ - am 9. März 2017 offiziell eröffnet, was zahlreiche Besucher nutzten. Seitdem ist es jeden 1. und 3. Donnerstagnachmittag eines Monats jeweils in der Zeit von 14 – 17 Uhr für Interessierte geöffnet.

Edwin Schmidt/Ortsheimatpfleger

Aktuell:

Der nächste Gottesdienst ist am 21.11., 14:30 Uhr

Buß- & Bettag

Nächster Treff

22.11. um 19:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert:

Termine aktualisiert (18.11.)

KreativTreff hinzugefügt (26.10.)

Flyer "Dorfspaziergang" hinzugefügt (17.10.)

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